Asyl- und Flüchtlingswesen

Das Asyl- und Flüchtlingswesen ist eine Verbundaufgabe. Das Staatssekretariat für Migration (SEM), Bern-Wabern, ist für das Asylverfahren zuständig. Gemäss Verteilerschlüssel werden 5.7 % aller Asylsuchenden in der Schweiz dem Kanton Luzern zugeteilt. Für den Vollzug des Asylverfahrens ist das Amt für Migration (AMIGRA), Luzern, zuständig. Der Kanton gewährt Asylsuchenden, in der Schweiz vorläufig aufgenommenen Personen und Schutzbedürftigen persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe, soweit nicht der Bund zuständig ist. Zur wirtschaftlichen Sozialhilfe gehört insbesondere die Unterbringung in Unterkünften.

Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen (DAF) ist mit folgenden Aufgaben betraut:
• Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
• Förderung der Integration (insbesondere Arbeitsintegration) von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die
  sich noch nicht 10 Jahre in der Schweiz befinden.
• Themenspezifische Information und Beratung für Gemeinden und weitere Organisationen
• Zusammenarbeit mit kantonalen und kommunalen Stellen sowie Fachorganisationen, wie dem Amt für Migration
  Luzern (AMIGRA)
und dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH) Zentralschweiz
• Ansprechpartner für das Staatssekretariat für Migration (SEM) in Asyl- und Flüchtlingsfragen

Wenn sich die Personen länger als zehn Jahre in der Schweiz aufhalten, so geht die Zuständigkeit vom Kanton auf die Gemeinden über (§ 53 Abs. 6 SHG). Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Kanton vollumfänglich zuständig.

Um eine Abhängigkeit der Sozialhilfe zu vermeiden, ist die berufliche Integration der Personen, welche dauerhaft in der Schweiz bleiben, wichtig.

Für Asylsuchende im Kanton Luzern ist der Sprachunterricht obligatorisch. Daneben können die Asylsuchende für gemeinnützige Beschäftigungsprojekte eingesetzt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Beschäftigungsprojekte für Asylsuchende.

Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene werden gezielt durch den Kanton in ihrer beruflichen und sozialen Integration gefördert. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Berufliche Integration von anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene sowie dem Merkblatt "Flüchtlinge einstellen".

Das Engagement des Kantons wird in Neuenkirch durch die A.G.A.N. - AktionsGruppe Asyl Neuenkirch – unterstützt. Die A.G.A.N. wurde 2016 im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen der römisch-katholischen und reformierten Kirchen, des Frauenbunds Neuenkirch, des Frauenvereins Neuenkirch, der Pfadi Wartensee, der Gemeinde Neuenkirch und Freiwillige gegründet. Die A.G.A.N. ist an der kantonalen Aktionswoche Asyl tätig und bietet vielfältige Unterstützungen in der Integration und Alltagsgestaltung an. Des Weiteren koordiniert die A.G.A.N. verschiedene Aufgaben im Bereich der Begleitung und Integration mit Aktionsgruppen benachbarter Gemeinden des Oberen Sempachersees.

Sind Sie interessiert mehr zu erfahren oder sogar selbst mitzuwirken, so kontaktieren Sie bitte das Pfarreisekretariat (041 467 11 01, E-Mail). Die A.G.A.N. nimmt dann gerne mit Ihnen Kontakt auf.

Die Asylsuchenden in Hellbühl werden direkt vor Ort von Freiwilligen unterstützt. Sie sind mit der AktionsGruppe Asyl Neuenkirch (A.G.A.N) vernetzt. Bei Fragen, Unterstützung, Möglichkeit einer Beschäftigung oder Arbeit, wenden Sie sich bitte an Marie-Theres Frei, E-Mail, Tel. 041 467 29 14 oder Stefan Schmid, E-Mail, Tel. 079 320 94 52.

Für Fragen steht Ihnen auch Sozialvorsteher Jim Wolanin, E-Mail oder Tel. 041 469 72 52,  gerne zur Verfügung.