Bilanzanpassungsbericht der Einwohnergemeinde Neuenkirch per 1.1.2019

Im Kanton Luzern ist per 1. Januar 2018 das neue Gesetz über den Finanzhaushalt der Gemeinden in Kraft getreten. Alle Luzerner Gemeinden müssen die neuen Vorgaben auf das Jahr 2019 umsetzen. Mit dem Harmonisierten Rechnungsmodell 2 (HRM2) wird die Rechnungslegung auf eine vermehrt betriebswirtschaftliche Sicht ausgerichtet. Aufgrund der neuen Rechnungslegung des HRM2 muss die Bilanz per 1. Januar 2019 neu bewertet werden. Die Rechnungslegung muss die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend darstellen. Es muss deshalb eine Neubewertung des Finanzvermögens, des Verwaltungsvermögens und des Fremdkapitals (Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungen) vorgenommen werden. Die Vermögenswerte im Verwaltungs-vermögen werden gemäss bestehender Anlagebuchhaltung gezeigt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Finanzvermögen wird zu ihren tatsächlichen Werten bilanziert.

Aus diesem Grund wurde ein ausführlicher Bilanzanpassungsbericht per 1. Januar 2019 erstellt. Grundlage für die Neubewertung der Bilanz und die Erstellung des Bilanzanpassungsberichts bildet § 68 des kantonalen Gesetzes über den Finanzhaushalt der Gemeinden. Der nachfolgende Bericht er-läutert die Veränderungen, die sich per 1. Januar 2019 durch die Anwendung der neuen Rechnungslegungsgrundsätze (HRM2) auf die Bilanz der Gemeinde Neuenkirch ergeben. Die Basis der Neubewertung der Bilanz bildet die Jahresrechnung 2018 und die ausgewiesene Schlussbilanz per 31. Dezember 2018. Die Jahresrechnung 2018 sowie der vorliegende Bilanzanpassungsbericht wurden von der Rechnungskommission der Gemeinde Neuenkirch revidiert.

Zusammengefasst ergeben sich für die neue Bilanz per 1. Januar 2019 folgende Änderungen:
• Neubewertung des Finanzvermögens: Zunahme um Fr. 9'942'003.90
• Aufwertung des Verwaltungsvermögens: Zunahme um Fr. 4'631'123.52
• Aufwertung der Spezialfinanzierungen: Zunahme um Fr. 1'212'684.50

Die Neubewertungsreserve des Finanzvermögens wird dann nach Genehmigung des Bilanzanpassungsberichtes in das Eigenkapital überführt. Die Aufwertung des Verwaltungsvermögens erhöht einerseits die einzelnen Aktivpositionen der Bilanz und wird andererseits dem Passivkonto Aufwertungsreserven (Unterkonto im Eigenkapital) gutgeschrieben. Die Aufwertung der Spezialfinanzierungen wird direkt den jeweiligen Verpflichtungen aus Spezialfinanzierungen hinzugeführt.

Der Gemeinderat plant eine jährliche Entnahme von Fr. 310'000.-- aus der Aufwertungsreserve über eine Zeitdauer von 15 Jahren. Dieser Betrag neutralisiert während 15 Jahren die ermittelten Mehrabschreibungen, welche aus der Aufwertung des Verwaltungsvermögens resultieren.


Detailunterlagen zum Bilanzanpassungsbericht: 

. Bilanzanpassungsbericht mit Anträgen des Gemeinderates und Bericht der Rechnungskommission Neuenkirch
  an die Stimmberechtigten

Beilage 1: Dokumentation Bilanzanpassungen
Beilage 2: Liegenschaftsverzeichnisse inkl. Neubewertung (Finanz- und Verwaltungsvermögen) 
. Beilage 3: Neubewertung der Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungen